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Rolls-Royce: Mein Haus, mein Boot, mein Phantom

Text
Tom M. Muir

Fotos
Presse

Seit jeher pflegt ein Rolls-Royce den Anspruch, das beste Auto der Welt zu sein. Und jedes ein Einzelstück. Mit dem neuen Phantom VIII wird alles noch etwas individueller. Und doch ist das erst der Anfang.

Abgrenzung und Individualismus werden in Zeiten einer digitalen Globalisierung immer wichtiger. Wenn das Dorf in dem wir leben plötzlich nicht mehr aus 800 sondern aus beinahe acht Milliarden Einwohnern besteht, dann braucht es mehr als eine italienische Jeans oder handgemachte Schuhe aus England, um sich seiner eigenen Identität bewusst zu werden und sich stilsicher von der Masse abzuheben.

Es gehört zum Selbstverständnis von Rolls-Royce, dass man sich auf diesem Gebiet als die Adresse für automobile Individualisierung begreift. Doch auch hier führt der Zeitgeist zu einer Entwicklung, die das Maß der Möglichkeiten zur Individualisierung auf ein neues Niveau heben. Mag dies für jeden anderen Hersteller bedeuten, neue Sphären der Kundenbetreuung zu betreten, bedeutet es für Rolls-Royce im Grunde eine Rückbesinnung auf alte Gepflogenheiten. Doch der Reihe nach. Mit dem neuen Phantom, dem Achten, hat Rolls-Royce bereits einige Wochen vor der IAA das Tuch vom »besten Auto der Welt« gezogen, wie man den Phantom seit jeher in Goodwood und seit einiger Zeit auch in München versteht.

Und mag der neue Phantom auch mit einem modifizierten V12 aus dem BMW 7er vorfahren, der Rest ist dann doch überwiegend stark Rolls-Royce geprägt. Die Rücksitze im Fond lassen sich flach legen. Zum schlafen. Ansonsten steht der Kundenwunsch im Vordergrund. »Es geht um eine Geschichte«, sagt Giles Taylor, der erst achte Chefdesigner bei Rolls-Royce. »Die meisten Rolls-Royce Kunden schätzen nicht nur das Auto, sondern auch die Geschichte hinter diesem Auto. Wie kam es zu diesem Auto? Wie kamen sie selbst zu diesem Auto? Was hat es mit der Auswahl und Zusammenstellung des Interieurs auf sich? Wieso diese Außenfarbe?« Wie nie zuvor geht es Kunden auf diesem Niveau heutzutage vor allem um Einzigartigkeit. Deshalb bietet Rolls-Royce seinen Kunden nun erstmals die Möglichkeit, dass sich ein Künstler auf der Gallery – so nennt Rolls-Royce das Armaturenbrett – beifahrerseitig verewigen darf. »Wir schaffen Kunstwerke«, sagt Giles Taylor und will damit gar nicht überheblich klingen. Und dennoch ist Rolls-Royce selbst schon viel weiter im Hinblick auf den Grad der Individualisierungsmöglichkeiten. Denn gerade erst hat Giles Taylor eine Einzelanfertigung namens Sweptail präsentiert, die mit einem Preis von rund zwölf Millionen Euro der wohl teuerste Neuwagen bis auf weiteres sein dürfte. Ein komplett eigenständiges Design und eine Entwicklung von fast vier Jahren berücksichtige nahezu jeden Kundenwunsch. Und nach eigener Aussage kann sich Rolls-Royce solcher Anfragen kaum erwehren. In Goodwood und München denken sie daher offen darüber nach, die einzigartige Karosserieanfertigung als Angebot aufzunehmen. Der Kunde entwickelt dann zusammen mit der Designabteilung und den Ingenieuren über einen gewissen Zeitraum seinen Rolls-Royce. Für Rolls-Royce eigentlich nichts Neues. In seinen Anfängen hat die Marke praktisch nur Karosserien nach Maß und auf Kundenwunsch angefertigt.

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