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Sharknado: Der BMW Concept Z4 bläst zum Angriff

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Philipp Wente

Fotos
BMW Group

Weniger Linien. Schärfer gezeichnet. Die für die neue Designsprache charakteristische Sharknose straff gen Ozean gerichtet. So stellte BMW den neuen Z4 auf dem ehrwürdigen »Concept Car Lawn« des Concours d’Elegance von Pebble Beach vor.

»Durch die Reduktion auf das Wesentliche wird alles, was Fahrfreude ausmacht, in unvergleichlich direkter Weise erlebbar. Das ist absolute Freiheit auf vier Rädern.«

Der BMW Z4 also. Genau genommen handelt es sich hierbei noch um ein Konzeptfahrzeug. Das sich, so heißt es, nur wenig vom bereits fertig entwickelten Serienauto unterscheide. Denn dessen Fliessbandproduktion stehe bereits im Detail fest. Mit der Form des BMW Concept Z4, so dessen offizielle Name, setzt BMW-Chefdesigner Adrian van Hooydonk die neue Designphilosophie des Hauses ein weiteres Mal konsequent um. Er selbst beschreibt sie in einem Satz so: »Kraft und Emotion entstehen allein durch wenige Linien und das subtile Spiel der Flächen«. Und natürlich über die daraus resultierenden Proportionen. Die beim Concept Z4 grundsätzlich einmal typisch roadsteresk sind: langer Radstand, kurze Überhänge, gestreckte Motorhaube und ein knackiges Heck. Der Zweisitzer wirkt dadurch extrem sportlich. Was nochmals unterstrichen wird über die aggressiv gestaltete Front, die mit ihrer sogenannten Sharknose und der weit heruntergezogenen Motorhaube an das Concept 8 Series erinnert. Wie dort sind auch die Nieren des Concept Z4 sehr breit. Statt normaler Nierenstäbe setzt BMW ein Gitter ein, das an den BMW 328 Mille Miglia von 1939 erinnern soll. Erstmals bei einem aktuellen BMW-Modell liegen die Tagfahrlichter nicht neben- sondern übereinander. Adrian van Hooydonk spricht von einer Neuinterpretation der hauseigenen Ikonen. Und tatsächlich: eine optische Verwandtschaft zum Z8 von 2001 kann das Concept Z4 nicht verleugnen.

»Kraft und Emotion entstehen allein durch wenige Linien und das subtile Spiel der Flächen«.

Ob das Concept Z4 unter der attraktiven, die BMW Historie zitierenden Hülle vielleicht andere genetische Wurzeln, konzernfremde gar, teilt, ist bis dato nicht offiziell kommuniziert. Sicher ist nur, dass der Serien-Z4 nicht mehr im amerikanischen BMW Werk in Spartanburg sondern bei Magna in Österreich gebaut wird. Ein deutliches Indiz dafür, dass es sich dabei um das erste gemeinsam mit Toyota entwickelte Fahrzeug handelt.

Bereits Anfang 2013 einigten sich die Lenker beider Marken darauf, eine gemeinsame Architektur für Sportwagen zu entwickeln. Seither wird spekuliert, dass die ersten Ergebnisse der Zusammenarbeit der nächste Toyota Supra sowie der Nachfolger des BMW Z4 sein würden. Entwickelt worden sei der neue Z4 jedenfalls in München, und das von der ersten bis zur letzten Schraube. Als Basis diene die neue Modulplattform für Heckantriebs-Autos, Clar genannt (für »Cluster-Architektur«): variabel, leicht, steif und ausbaufähig.

Ob nun a Stückerl Toyota drin ist oder nicht: Der neue Z4 wird ein waschechter Roadster werden. Nach Z1, Z3 und dem ersten Z4 bringen die Münchner mit dem neuen, intern G29 genannten Modell, wieder eine echte Fahrmaschine an den Start. »Durch die Reduktion auf das Wesentliche wird alles, was Fahrfreude ausmacht, in unvergleichlich direkter Weise erlebbar. Das ist absolute Freiheit auf vier Rädern«, meint BMW-Chefdesigner Adrian van Hooydonk zu seinem Entwurf.

Zur Motorisierung des Concept Z4 sagt BMW indes noch gar nichts. Die Leistung der verbauten Vier- und Sechszylinder-Motoren dürfte zwischen 200 PS und rund 360 PS aus dem Dreiliter-Sechszylinder im Z4 M40i liegen. Eine echter Z4 M mit dem Motor aus dem M3/M4 gilt derzeit als eher unwahrscheinlich. Dafür ist der Hinterradantrieb beim neuen Z4 gesetzt, wie auch das Stoffverdeck. Nach bester Roadster-Manier dürfte eine Handschaltung, zumindest alternativ, angeboten werden. Der Einstiegspreis des ab 2018 erhältlichen Z4 dürfte bei rund 35.000 Euro liegen. Zieht euch warm an, ihr TT, Boxster und F-Types.

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